Lage

Inhaber:

Simon Preuss
Alexander Speck




Die Idee, eigenen Wein herzustellen, hatten die Brüder Simon und Maximilian Preuss bereits im Jahr 2011: Bei einem Besuch des Weingutes Staffelter Hof unseres Freundes Jan Klein wurde die Idee geboren, einen eigenen Weinberg in den beeindruckenden Steillagen des Kröver Steffensbergs zu erwerben, zu bewirtschaften und daraus einen ganz besonderen Wein zu vinifizieren. Als Jan spontan zusagte, uns mit seiner Erfahrung in allen Facetten des Weinbaus zu unterstützen machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Parzelle.

Fündig wurden wir schließlich mit einer kleinen, terrassierten Parzelle im oberen, etwas kühleren Abschnitt des Kröver Steffensbergs. Eine Lage, die in alten Klassifikationen stets Höchstbewertungen erhielt und in der nachweislich große Rieslinge entstehen können.

Auf dieser Parzelle stehen Rebstöcke aus dem Pflanzjahr 1978 in absoluter Steillage, deren Wurzeln sich über die Jahrzehnte tief in den kargen Schieferboden eingegraben haben. Als einzige Parzelle des Steffensberg wurde diese vom Team des Staffelter Hof mit extremem Arbeitsaufwand terrassiert. .

Philosophie

Mit der Bewirtschaftung des Weinberges wollen wir unsere Idealvorstellung vom Moselriesling, in sehr limitierten Mengen, verwirklichen. Wir haben bereits im ersten Jahrgang 2011 weder Kosten noch Mühen gescheut, dies Realität werden zu lassen. Da wir nur diesen kleinen Weinberg zu bearbeiten haben ist es möglich, so sorgfältig zu arbeiten, dass die bestmögliche Traubenqualität erzielbar ist. Wir haben unseren Weinberg über die komplette Vegetationsperiode liebevoll gehegt und gepflegt. Durch Ertragreduzierung, penible Laubarbeiten und selektive Handlese wurde die Qualität des Traubenmaterials im Jahrgang 2011 nach unseren Vorstellungen optimiert. Auch in die Ausstattung der Flasche haben wir unseren gesamten Enthusiasmus eingebracht. Die Flaschen sind einzeln nummeriert und jede einzelne Flasche ist ein Unikat. Obwohl wir unseren Wein nicht mit kommerziellem Hintergrund sondern aus purer Leidenschaft herstellen, ist daraus Dank der Unterstützung von Jan und unserem Engagement ein erstklassiger Riesling geworden, auf den wir stolz sind.

Jahrgang 2011

Im Jahrgang 2011 konnten wir zwei ganz besondere Weine erzeugen.

Zum einen die sensorisch fast trockene Kröver Steffensberg Riesling Reserve aus vollkommen ausgereiften, gesunden Trauben. Diese wurden am 8.Oktober 2011 bei kühlen 10 Grad gelesen. Das Lesegut wurde nach selektiver Handlese im Weinberg in der Kelter nochmals komplett von Hand sortiert. Die insgesamt 900 Liter Most wurden mit natürlichen Weinberghefen spontan vergoren und lagerten bis April auf der Feinhefe.

Die Mühe hat sich gelohnt! Bereits die Fassproben zeigten, dass wir einen großartigen Wein im Keller hatten. Nachdem er schließlich im April 2012 abgefüllt war, bestätigte sich unsere anfängliche Euphorie: Blasses Gold im Glas, eleganter, zarter Duft nach reifer Banane und weißen Blüten. Zitrone und intensive mineralische Noten, sehr lebendig und intensiv. Im Mund erstaunlich dicht und eindringlich trotz moderatem Alkohol. Reifer Apfel und Pfirsich und eine dezente, frische Zitrusnote. Das mineralische Spiel und die lebendige Säure tragen den Abgang und machen Lust auf den nächsten Schluck. Der Steffensberg Res. wird sich aufgrund seines hohen Extraktes und der perfekt balancierten Säure in den kommenden Jahren sicherlich bestens weiterentwickeln.

Mit den zuvor von Hand, Beere für Beere aussortierten edelfaulen Trauben konnten wir zudem eine grandiose Trockenbeerenauslese keltern. Perfekt eingetrocknete Beeren durch den warmen und trockenen Altweibersommer waren die Vorraussetzung für dieses perfekte Lesegut. Nur 7 Liter mit einem Mostgewicht von über 230 Öchsle waren der Lohn für das mühsame und arbeitsintensive sortieren der Beeren am Sortiertisch. Der Wein wurde nach der im Jahr 2011 geborenen Tochter Greta benannt. Die Trockenbeerenauslese ist eine pure Essenz mit wahrhaft ewigem Leben. Aufgrund der extrem kleinen Ernte ist es aber wahrscheinlich, dass unsere erste Trockenbeerenauslese ein gut gehütetes Familiengeheimnis bleiben wird.

Jahrgang 2012

Erneut haben wir unser ganzes Augenmerk auf die Erzeugung unserer Reserve aus dem Kröver Steffensberg gelegt. Der verregnete Sommer machte aufwändige Laubarbeiten notwendig, um Fäulniss der Trauben zu verhindern. Glücklicherweise folgte ein sehr schöner Spätsommer mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten, der die Trauben gesund zur Vollreife brachte. So konnten wir uns mit der Lese Zeit lassen bis in die erste Novemberwoche. An einem phantastischen, sonnigen und warmen Tag konnten wir absolute Bilderbuchtrauben mit einem Mostgewicht in Auslesequalität eingebringen.

Nach einer Lagerung auf der Feinhefe bis Ende April konnten wir die spontanvergorene Reserve im Mai auf die Flasche ziehen. Leider schrumpfte der Ertrag aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen im Frühjahr, dem verregneten Sommer und rigoroser Ertragsreduzierung auf rund 300 Flaschen, die aber erneut von großartiger Qualität sind.

Wie auch schon im Jahrgang 2011 ist das Terroir deutlich zu erschmecken, feinster, auf Schiefer gewachsener Moselriesling. Zarte Noten von Weinbergspfirsich, Passionsfrucht und Zitrusfrüchten, sehr fruchtig aber dennoch finessenreich und elegant. Im Vergleich zum Jahrgang 2011 ist der 2012er durch das höhere Mostgewicht insgesamt etwas voluminöser und kräftiger, der Alkohol ist jedoch perfekt eingebunden. Auch der Jahrgang 2012 wird von weiterer Lagerung auf der Flasche profitieren, aber auch schon in näherer Zukunft sehr viel Spass machen.

Jahrgang 2013

Der Witterungsverlauf im Jahr 2013 hat uns im Weinberg alles abverlangt. Durch den langen Winter und das kühle Frühjahr begann der Austrieb und die Blüte relativ spät Ende Juni. Die Blüte wurde durch Regen und kühle Temperaturen beeinträchtigt, was erntemindernde Verrieselungen zur Folge hatte. Ein Unwetter mit Hagel zum Beginn der Rebblüte sorgte für Schäden im Weinberg. Die weitere Entwicklung der Reben verlief sehr gut aber aufgrund des niederschlagsreichen Herbstes reduzierte sich die Erntemenge nochmals erheblich. Mit dem nötigen Mut zum Risiko haben wir einen der wenigen trockenen Tage abgewartet, um die Trauben dann im strahlenden Sonnenschein zu ernten, selbstverständlich wie immer durch aufwendige selektive Handlese. Durch die schwierigen Witterungsbedingungen waren viele Trauben nicht für unsere Reserve geeignet, sondern wurden schon direkt in der Steillage auf den Boden geschnitten. Ein weiterer Teil ging bei der Selektion in der Kelter verloren. Ein Jammer, wenn man bedenkt mit welchem Aufwand die Trauben über das ganze Jahr gehegt wurden! Insgesamt konnten wir leider nur 200 Flaschen unserer Reserve zu erzeugen. Dies allerdings in der gewohnten Spitzenqualität! Im Keller haben wir in bewährter Manier wieder auf verlängerte Maischestandzeit, spontane Vergärung mit natürlichen Weinbergshefen und ein ausgedehntes Lager auf der Feinhefe gesetzt.

Unsere Reserve leugnet ihr Terroir auch in diesem Jahrgang nicht und besticht durch eine feinwürzige Schiefermineralität, gepaart mit einer zarten Frucht von Aprikose, Weinbergspfirsich und Limettenanklängen. Die Säurewerte fielen naturgemäß etwas höher aus als 2011 und 2012, was dem Wein auch aufgrund der hohen Extraktwerte ein sehr langes Leben garantieren dürfte. Der Wein präsentiert sich momentan unruhig, die einzelnen Komponenten benötigen noch etwas Zeit auf der Flasche um sich vollständig zu integrieren. Wir jedenfalls werden unsere Flaschen frühestens in 2-3 Jahren öffnen. Mit der Gewissheit, dass uns die Reserve 2013 dann ebenso viel Spass macht, wie es die großen Gewächse aus den Jahren 2008 und 2010 momentan tun. Angesichts der Witterungsbedingungen sind wir unglaublich zufrieden angesichts der Qualität dieses Jahrgangs. Leider können wir aufgrund der geringen Menge nichts davon in den Verkauf abgeben.

Jahrgang 2014

Und einmal mehr hat uns das Wetter viele Nerven und Anstrengungen gekostet. Der Jahrgang bleibt uns als extrem launisches Weinjahr in Erinnerung. Es begann mit frühem, zügigem Austrieb der Reben, einer langanhaltenden Trockenheit im Sommer und dann mit nicht enden wollendem Regen im Herbst. Durch aufwändige Laubarbeit und selektive Handlese ist es uns aber erneut gelungen, bildschöne und physiologisch vollreife Trauben einzubringen wenngleich sich der Zuckergehalt nicht ganz auf dem Level der Vorjahre eingependelt hat. Als der frische Most aus der Presse lief und wir die ersten Schlucke probierten, war allen klar: Dieser Saft ist wie geschaffen für einen klassischen restsüssen Moselriesling.

Also keine Reserve in 2014! Wir haben stattdessen mit verkürzter Maischestandzeit gearbeitet und die Gärung (wie immer spontan) bei Erreichen von einem Alkoholgehalt mit rund 8,5 % gestoppt. Das lange Lager auf der Feinhefe haben wir allerdings beibehalten und können nun einen Wein im Stile eines klassischen Moselkabinetts präsentieren. Er präsentiert sich mit zarten Fruchtaromen von Litschi und Limetten und einer verspielten Säure, die perfekt mit dem Restzucker harmoniert. Selbstverständlich fehlt auch in diesem Jahr die ausgeprägte, schiefrige Mineralität nicht und sorgt so dafür, dass der Wein schon bei den ersten Fassproben in großen Schlucken getrunken wurde. Auch jetzt, direkt nach der Abfüllung bereitet der Wein unheimlich viel Trinkfreude. Soviel Geschmack bei so wenig Alkohol, wir sind stolz auf dieses Ergebniss! Der einzig passende Namen war schnell gefunden:
Von den Terrassen für die Terrassen!

Umso besser, dass auch der Ertrag mit rund 600 Flaschen wieder etwas erfreulicher ausfiel als in den Vorjahren und es endlich auch wieder möglich sein wird, den Wein in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Der Wein im Stil eines restsüssen Kabinetts kombiniert übrigens genial scharf gewürzte asiatische Küche!

Jahrgang 2015

Am 12.Oktober 2015 konnten wir bei herrlichem Wetter sehr gesunde Trauben lesen. Wir entschieden uns auch 2015 wieder dazu, den Wein restsüss auszubauen. Ein toller, klassicher Moselriesling ist entstanden. Leichtfüssig mit moderatem Alkoholgehalt zeigt er eine faszinierende Aromenvielfalt, die frische und animierenden Leichtigkeit perfekt verbindet. Der Wein zeigt Aromen von Mango, Pfirsich und eine differenzierte Mineralität. Er wird noch eine lange Zeit im Keller reifen können. Wiederum ein idealer Begleiter zu asiatischem Essen und erneut mit dem Label "Von und für Terrassen" versehen.

Jahrgang 2016

2016 war das Jahr der Veränderungen, da sich Max Preuss aus dem Unternehmen zurückzog, um wieder mehr Zeit für seine Familie zu haben. Seine Aufgaben und Anteile am Unternehmen übernahm nahtlos Alexander Speck. Er ist mit Max und Simon befreundet und hatte schon seit 2011 das Projekt und vor allem die tollen Weine mit großem Interesse beobachtet. Als enthusiastischer Weinfreund freute er sich sehr, die Gelegenheit zu ergreifen und aktiv im Weingut mitzuwirken. Max unterstützt uns immer noch gerne mit Rat und Tat und bleibt weiterhin fester Bestandteil des Teams. Die Trauben wurden am 22.Oktober 2016 gelesen an einem sehr kalten Tag. Die Mühe und Plackerei in den Steillagen hat sich jedoch gelohnt: der Jahrgang 2016 ist noch nicht abgefüllt, erste Fassproben lassen jedoch erahnen dass mit einem phantastischen Wein zu rechnen ist! Er wird wieder trocken ausgebaut und damit auch wieder als Preuss "Reserve" etikettiert. Wir werden bald berichten...

Bezugsquellen

Unser Wein ist aufgrund der kleinen Mengen limitiert. Anfragen zu Bezugsquellen und Preisen richten Sie bitte an info@weingut-preuss.de

Impressum

Weingut Preuss&Speck GbR
Simon Preuss
Alexander Speck
Frankfurterstrasse 589
51145 Köln

Email: info@preuss-wein.de

Steuernummer : 71482/39011

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